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Ausgabe 05.06 - Literaturen - Literatur
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Inhalt
Editorial
sind bis heute weltbekannt. Wir denken an Anna O., an Dora, den kleinen Hans, den Rattenmann oder den Wolfsmann wie an berühmte Romanfiguren...


Schwerpunkt

Sigmund Freud. Aus der Traum
Das Gespenst der Psychoanalyse: Elogen und Nachrufe auf einen Übervater


Aris Fioretos

In sechzig Minuten um die Seele
Assoziationen zu einem liegenswerten Möbel

Manfred Schneider
Die Mischpoche der Psychoanalyse ist weiblich
Die Psychoanalyse kehrt zu ihren Erfinderinnen zurück

Slavoj Zizek
Von der Kraft, den Traum auszuhalten
Ist die Psychoanalyse wirklich aus der Mode? Vielleicht kommt ihre Zeit jetzt erst

Richard David
Precht
Wie der Seehase denken lernte
Der Neurowissenschaftler Eric R. Kandel auf der Suche nach dem Ich


Das Kriminal
Der freudlose Egoist
Franz Schuh weiß: Vor dem Fall kommt der letzte Fall


Bücher des Monats
Frauke Meyer-Gosau
Bernhard Schlink: Die Heimkehr
Gustav Seibt
Antonio Forcellino: Michelangelo
Alexander Kluy
Leonid Zypkin: Ein Sommer in Baden-Baden
Tom Holert
Wolfgang Ullrich: Bilder auf Weltreise
Heinrich Detering
Franz Schuh: Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche
Thomas Macho
Eli Zaretsky: Freuds Jahrhundert


Die Beiseite
Sibylle Berg
Wohnen. Träumen. Mit Bachsitzplatz
Wo ist die perfekte Schriftsteller-Wohnung?


Das Journal

Rezensionen neuer Bücher von Michel Mettler || Klaus Theweleit || Iwan Turgenjew || Robert O. Paxton || John Irving || Brian Burrell || Bildbände von Hans van der Meer || Ernst Ludwig Kirchner


Weisse Elefanten
Frauke Meyer-Gosau
Der größte Schläger der Natur und andere Wundertiere
Zweimal Evolutionsgeschichte für Kinder


Wir sind Fussball
Nicolas Pethes
Der Ball liegt in der Hölle
Neue Bücher über Fußball feiern nationale Eigenheiten – trotz der Globalisierung

Elfriede Jelinek
Was wir brauchen, sind Siege
Ein Sportchor aus aktuellem Anlass


Kurz & Bündig
Bücher von Reinaldo Arenas || John F. Jungclaussen || Paula Fox || Jeffrey Steingarten || Konrad H. Jarausch, Michael Geyer || Henri Michaux || Bildbände von Klaus Merkel || Philip Jodidio


Das Magazin
Mitten aus Zürich || Kalender || Jetzt als Taschenbuch || Literatur im Kino || Netzkarte || Was liest Kathrin Röggla? || Hörbücher || Leserbriefe

Impressum

Vorschau, P. S., Register

Editorial
Sigmund Freuds Patienten, liebe Leserin, lieber Leser,

ist in der Literaturszene derzeit ein beliebter Sport. Davon zeugen schon die zahllosen «Was ist los bei Suhrkamp?»-Glossen, die mit lüsterner Besorgnis jedem Mitarbeiter hinterdreinorakeln, der den Verlag verlässt, und aus dem Abgang eines Lektors am liebsten gleich den Untergang des Hauses Unseld heraus- lesen möchten. Statt jeden Schritt der Witwe Ulla Unseld-Berkéwicz zu belauern und jedes Signal interner Diadochenkämpfe missgünstig auszudeuten, empfiehlt sich in diesen Tagen viel eher die Lektüre eines unglaublichen neuen Suhrkamp-Buches: des Briefwechsels zwischen dem Verleger Siegfried Unseld und seinem Autor Wolfgang Koeppen.

Der Band ist, je nach Standpunkt des Lesers, eine Offenbarung oder ein Offenbarungseid. Nicht einmal die Publikation des Briefwechsels zwischen Unseld und Uwe Johnson (1999) gewährte einen derart intimen Einblick in den Suhrkamp-Kosmos wie diese Enthüllungsgeschichte. Wie man weiß, hat Unseld 36 Jahre lang den nicht-publizierenden Romancier Koeppen alimentiert, mit einer Großzügigkeit, die betriebswirtschaftlich kaum zu rechtfertigen war. Der Verleger hat den Autor ausgehalten, der Autor hat den Verleger hingehalten und den stets als fast vollendet angekündigten, jedoch ungeschriebenen Roman nie geliefert.

Was man nicht wusste und jetzt erst aus dieser rückhaltlos kommentierten Briefausgabe en detail erfährt, ist die Tragikomödie des fatalen Zusammenpralls zweier Temperamente, die sich wechselseitig blockierten: ein Dynamiker und ein Lethargiker, ein Tatmensch und ein Faulpelz, ein ungestüm fordernder Mäzen und ein berechnender Schmarotzer. Koeppens Schreibkrise und Unselds Vereinnahmungs-Furor bedingten sich gegenseitig. Zu lange inszenierte der Verleger einen stummen Einsiedler zu einem Großereignis der Literatur – nicht ohne Mithilfe eines willig und wissentlich mitspielenden Feuilletons –, als dass er ihn ohne Prestigeverlust noch hätte fallen lassen können. Darauf wiederum spekulierte Koeppen. Der Vorgang wirft ein bezeichnendes Licht auf den blindlings Suhrkamp-fixierten Literaturbetrieb der alten Bundesrepublik, wie die Titelgeschichte in dieser Literaturen-Ausgabe zeigt.

Wie es heute um Suhrkamp steht, veranschaulicht ein anderer, wenn man will symbolträchtiger Beitrag im Heft: Daniel Kehlmanns Hommage an Samuel Beckett (siehe Seite 46). Ein abgewanderter Suhrkamp- Autor, der erst bei und durch Rowohlt zum Weltautor avancierte, huldigt einem der Großen von Suhrkamps Backlist. Anders als zu Unselds Zeiten prunkt Suhrkamp heute eher mit seinen großen toten als seinen bedeutenden lebenden Schriftstellern. Wäre da nicht das nach wie vor exzellente und die geisteswissenschaftliche Debatte entscheidend mitbestimmende Sachbuchprogramm, man müsste den Suhrkamp Verlag so verorten, wie ihn viele bereits sehen wollen: als eines unter mehreren mittelständischen Familienunternehmen der Verlagsbranche, nicht schlechter, aber auch nicht besser als jene.

Ihre Literaturen-Redaktion

Schwerpunkt - Sigmund Freud. Aus der Traum
Schwerpunkt 05.2006 Sigmund Freud hat ein Werk hinterlassen, das der Literatur so nahe steht wie keine zweite Theorie vom Menschen. So lässt sich der Text des Schriftstellers Aris Fioretos, der diesen Schwerpunkt einleitet, als Hommage lesen: auf die Couch, die zum Sinnbild der Psychoanalyse geworden ist. Manfred Schneider erzählt die Gründungsgeschichte der Psychoanalyse als Familienroman: Freud verdankt seine Entdeckungen vor allem den Frauen in seiner Umgebung. Die meisten Bücher, die zu seinem 150. Geburtstag erscheinen, rücken Privates in den Fokus; neue Einsichten der Psychoanalyse selbst sind aber nicht zu verzeichnen, wie Schneider beobachtet – also aus der Traum von der Deutungshoheit Sigmund Freuds?

Der Kulturtheoretiker Slavoj Zizek behauptet das Gegenteil: Erst heute entfalten Freuds Einsichten ihre ganze Kraft. Aus der Traum, lautet Zizeks kulturkritische Diagnose. Sie gilt der gesellschaftlichen Realität, die sich in albernem Geplapper genügt. Die «Traumdeutung», so seine These, offenbart die Schrecken unserer Tagträume. Aus der Sicht heutiger Naturwissenschaften dagegen ähnelt die Psychoanalyse der Kaffeesatzleserei. Der Neurobiologe Eric R. Kandel hat in seinen Labors Freuds Fragen dennoch nicht aus den Augen verloren. Richard David Precht besuchte den Nobelpreisträger in New York. Und berichtet von einem neuen Traum: der gegenseitigen Befruchtung von Neurowissenschaften und Psychoanalyse.

In sechzig Minuten um die Seele
Freuds Couch ist ein Segelboot ist eine Salzlake ist ein fliegender Teppich ist eine Bahre ist ein Fenster zu einer anderen Welt. Assoziationen zu einem liegenswerten Möbel

Von Aris Fioretos

Handelt es sich um die Einmann-Yacht eines Weltumseglers, gestrandet in Wiens neuntem Bezirk? Oder um ein U-Boot, getarnt mit in die Jahre gekommenen persischen Teppichen? Ist es vielleicht die ornamentierte Haut einer Urzeit-Echse, die zum Trocknen aufgehängt wurde? Oder eine aus einem Harem entwendete Kostbarkeit – jenes Kleinod, in dem noch die verbotenen Gedanken sitzen wie Zigarrenrauch in Kleidern?

Flaubert soll die Couch, auf die er sich zurückzog, um abzuwarten, dass die Erzählung erneut Fahrt aufnahm, die «Marinade» genannt haben. Nur ein beruhigendes Stündchen in dieser Salzlake konnte Ordnung in die widerspenstigen Elemente bringen, die seine Arbeit blockierten. Hier erweichten fixe Ideen, hier schöpften schwache Phrasen Kraft. Wenn Flaubert aufstand, enthielt sein Gehirn keine disparaten, unterschiedlich gewürzten Einfälle mehr, sondern ein Gewebe aus Verbindungen, durchdrungen von der gleichen Würze. Das Rätsel einer Erzählung war immer auch das Rätsel von der Verbindlichkeit der Gedanken.

Für Freud hatte der Diwan augenscheinlich die entgegengesetzte Bedeutung. «Noch eines, ehe Sie beginnen», ermahnt er den Patienten 1890 in einem Text über Behandlungstechnik: «Während Sie sonst mit Recht versuchen, in Ihrer Darstellung den Faden des Zusammenhangs festzuhalten, und alle störenden Einfälle und Nebengedanken abweisen …, sollen Sie hier anders vorgehen.» Während der Stunde auf dem Diwan durfte nichts als unwichtig oder trivial aussortiert, nichts als heikel oder unangenehm verbannt werden. Kritische Einwände hatten hier ebenso wenig zu suchen wie übertriebene Diskretion. «Sagen Sie also alles, was Ihnen durch den Sinn geht.»

Flauberts Couch war ein Ort, an dem Überlegungen in Ruhe gedreht und gewendet wurden. Die Marinade konservierte die Gedanken vor der langen Segelfahrt vom Autor zum Leser. Freud sah den Diwan eher als den Ort, an dem die Knäuel der Seele entwirrt wurden. Hier ging es nicht um eine haltbare Verbindlichkeit, sondern um eine weichere Form von Verknüpfung: um Assoziation. Es gab keinen Kompass, der die Richtung des Gesprächs angab, keinen roten Faden, der Heimathafen und Ziel verband. Das Ruder der alltäglichen Konversation wurde herausgezogen. Der Patient sollte frei assoziieren, und weder er noch der Analytiker konnten im Voraus sagen, auf welchem Breitengrad das Boot am Ende der Séance gesichtet werden würde. Für Freud wie Flaubert bildete das Säurebad des Diwans gleichwohl den Ausgangspunkt. Oder besser: den Ursprung. Denn nur hier gab es das Fluidum, das einer älteren Quelle entsprang als den vergoldeten Wasserhähnen der Vorsätze.

Es war sicher kein Zufall, dass Freud seine Chaiselongue mit Teppichen bedeckte. Der Patient sollte sich willkommen und umsorgt, ja, eingebettet fühlen. Die Textilien ließen das Gefühl des Kindes wieder lebendig werden, geborgen im Schoß der Mutter zu ruhen, behütet und verstanden. Der Diwan musste ja über die bodenlosen Wasser des Unbewussten tragen. Sicher ruhend, konnte der Analysand alles äußern. Für Freud war keine Last so schwer, dass sein Mutterschiff sie nicht hätte tragen können.

Wie alle Eltern wissen, lässt sich ein Kind, das sich gegen eine Frage wehrt, zu keiner Antwort zwingen. Der einzige Weg, seine Zunge zu lösen, besteht in Ablenkungsmanövern. Das «Hm» des Analytikers ist nichts anderes als die liebkosende Hand, mit der die festgezogenen Ventile der Seele gelockert werden. Wie die Geister, die aus Aladins Flasche aufsteigen, bilden die aufgestauten Gedanken des Patienten Wolken, die nun frei in der Luft schweben. Da erkennt man plötzlich die Züge einer Urszene, dort die Konturen eines Traumas. Der Diwan ist also auch die Bahre, auf der sich die Seele ungestört Vivisektionen widmen kann, assistiert von einem Analytiker, der unendlich zuvorkommend ist, sich jedoch niemals einmischt.

Als Typus hat der Psychoanalytiker mehrere Vorbilder.
Eine Zeit lang war es der Hypnotiseur, der den Patienten verzauberte und die Sprache vom Willen entband. Ein anderes Mal war es der Chirurg, der seine Nerven sezierte und das kranke Gewebe entblößte. Und manchmal blieb es dem Beichtvater überlassen, den Bekenntnissen zu lauschen und eine Kur zu verordnen. Wenn jeglicher Hokuspokus aus der Requisitenkammer entfernt worden ist, bleibt womöglich einzig dieses Vorbild zurück: der Ober im Wiener Kaffeehaus. Er ist der Steward auf dem Deck der Seele. Wenn sich der Analytiker Notizen in seinem Block macht, nimmt er ja kaum mehr entgegen als Bestellungen. Wunschträume, Zwangsgedanken, sogar Drohungen: der Patient zeigt an, wonach ihm ist. Noch weiß er nicht, wie die Gerichte schmecken werden. Mit der Zeit wird es Aufgabe des Analytikers sein, sie so zu präsentieren, dass sie genießbar sind. Und wie der Ober darf er nicht im Ungefähren lassen, was der Besuch kostet. Im Gegenteil. Er sollte von Anfang an entschlossen sein, «Geldbeziehungen mit der nämlichen selbstverständlichen Aufrichtigkeit vor dem Patienten zu behandeln, zu der er ihn in Sachen des Sexuallebens erziehen will». Der Unterschied zwischen einer Stunde beim Analytiker und einem Besuch in der Gaststätte ist ebenso offenbar: Es gibt einen prix fixe, aber keine feste Speisekarte.

Der erste Teppich, den Freud auf seine Chaiselongue legte, soll ein Geschenk von Moritz gewesen sein, einem entfernten Verwandten, der später Freuds Schwester Mitzi heiratete. Moritz Freud war Geschäftsmann in Thessaloniki, der kosmopolitischen Hafenstadt in Makedonien, und soll den Teppich bei einem Besuch in Izmir erworben haben. In den folgenden Jahren versah er seinen Verwandten in der Berggasse mit dessen gesamter Teppich- und Kissensammlung. Die Wandteppiche und Überzüge waren ein Hauch aus dem Vorderen Orient. Die Webstücke gemahnten an Tausendundeine Nacht, und es mangelte ihnen kaum an sexueller Ausstrahlung. Hier wurden immer auch Bettgeschichten erzählt.

Es fällt schwer, sich eine geglückte Séance auf einer nackten Couch vorzustellen. Zwar kritisierte Freud seine prüden Kollegen, die vor einer psychoanalytischen Technik zurückschreckten, die sie als allzu direktes Eindringen in das Sexualleben des Patienten empfanden.

«Leben wir denn in der Türkei», fragte er 1898 in einem Aufsatz, «wo die kranke Frau dem Arzte nur den Arm durch ein Loch in der Mauer zeigen darf?» Aber eine entblößte Couch wäre zu obszön, hätte zu viel vom Operationstisch. Die satten Farben der Textilien und die kunstvollen Arabesken störten die Arbeit der Gedanken nicht, sondern beförderten sie. Bilden sie vielleicht das versteckte Muster der Psychoanalyse? Die Gedanken des Patienten sollen sich so frei bewegen wie fliegende Teppiche.

Auch das Wort diwân umweht ein Duft von exotischen Kräutern, lauen Winden, dunklen Gassen. In persischer Zeit stand es für einen prachtvollen Raum voller Bücher und Bücherrollen und Sitzmöbel. Es bedeutete «niedrige Couch», aber auch «Schriftsammlung», sogar «Minister». Ist der Analytiker folglich ein Buchhalter der Seele, der geduldig die Pergamentrollen der Psyche deutet, die Ligaturen und Lakunen der Gedankenspuren liest, Träume und Triebe in Erkenntnisse übersetzt? Warum nicht? Wie die fließenden Arabesken orientalischer Teppiche bilden die Ornamente der Assoziationen den Rahmen um ein Fenster zu einer Welt, die nicht direkt abgebildet werden darf. Ist dies nicht das Fenster zu einer anderen Welt, auf die sich der sehend nicht-sehende Blick des Patienten richtet? Man denke nur an die leere, von den Blumengirlanden und Putti des Stucks gesäumte Decke, zu der er aufblickt. Was könnte besser der weißen Leinwand entsprechen, auf die seine Seele ihr Theater projiziert?

«Benehmen Sie sich so, wie zum Beispiel ein Reisender», schlägt Freud vor, «der am Fensterplatze des Eisenbahnwagens sitzt und dem im Inneren Untergebrachten beschreibt, wie sich vor seinen Blicken die Aussicht verändert.» In der Psychoanalyse soll der Patient der Sehende am Fenster, der Analytiker der Blinde im Inneren sein. Doch nur der Blinde kann sagen, was die vorüberziehenden Aussichten bedeuten sowie welchen Film der Sehende tatsächlich erspäht.

Freud wollte, dass der Patient frei assoziierte, während der Analytiker am Kopfende saß, außer Sicht-, aber in Hörweite. Auch wenn im Prinzip alles gesagt werden konnte, sobald man auf der Couch lag, war doch nicht alles machbar. Der Diwan ist zum Beispiel kein Ort, an dem man ein Solo auf seiner Luftgitarre zupft. Und wer im Pyjama aufkreuzt, hat nichts verstanden. Handelt es sich also um business as usual, wenn der Patient für die Dauer einer Stunde seine körperliche Lage vergisst und sein Nervenleben untersucht? Wohl kaum. Wer vom Diwan als die gleiche Person aufsteht, hat nie auf ihm geruht. In sechzig Minuten um die Seele: ohne dass sein Boot sich einen Millimeter bewegt hat, ist der Patient um seine eigene Achse gereist. (Übersetzung aus dem Schwedischen: Paul Berf)

Aris Fioretos, Jahrgang 1960, ist Botschaftsrat für kulturelle Fragen an der Schwedischen Botschaft in Berlin. Zuletzt erschien sein Roman «Die Wahrheit über Sascha Knisch»
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