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Ausgabe 04/09 - Literaturen - Literatur
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Inhalt
Titel 04/09 EDITORIAL

SCHWERPUNKT

ERFOLG! WEGE ZUM BESTSELLER

Was für Bücher werden zu Bestsellern? Jugendbücher, die auch Erwachsene verschlingen, Krimis, Sex-Abenteuer und Nachrichten aus anderen Feuchtgebieten. Und dann und wann ein Bildungsroman. Es gibt aber auch die unwahrscheinlichen Erfolgsbücher: zum Beispiel von Autoren, die sich allen Marktgesetzen verweigern.Was, so fragt LITERATUREN, tun Verleger, Lektoren und Buchhändler, damit ein Titel erfolgreich wird? Und was bedeutet der Erfolg für einen Autor?

BILDER UND ZEICHEN
Jens Balzer Ex oriente pix
Die «Aufzeichnungen aus Birma» des Kanadiers Guy Delisle sind das jüngste Produkt eines vielfältigen Genres: Westliche Doku-Comics berichten aus dem unbekannten Osten

DAS KRIMINAL
Melancholisch in Turku
Frauke Meyer-Gosau liest den perfekten skandinavischen Krimi. Aber woher kommt eigentlich Jan CostinWagner?

BÜCHER DES MONATS
Ronald Düker
Malcolm Gladwell: Überflieger
Sherko Fatah
Salman Rushdie: Die bezaubernde Florentinerin
Jürgen Dollase
John Dickie: Delizia!
Christoph Bartmann
Per Olov Enquist: Ein anderes Leben
Andreas Eckert
Jürgen Osterhammel: Die Verwandlung der Welt
Frauke Meyer-Gosau
Helen Garner: Das Zimmer

PORTRÄT
Jörg Magenau Auf der Suche nach dem verlorenen Leben
Wie findet eine Schriftstellerin aus der Sprach- und Erinnerungslosigkeit zurück? Kathrin Schmidt hat darüber einen eindrucksvollen Roman geschrieben. Ein Besuch

KINDERBÜCHER
Annette Zerpner Die Guten, die Bösen, die Gewalt
Das Schwelgen in Fantasy-Welten verlangt nach mehrbändigen Sagas. Dem geben zwei bewährte Kräfte und ein Newcomer gern nach

DAS JOURNAL
Rezensionen neuer Bücher von Nicholson Baker || Herfried Münkler || Thomas Stangl || Anna Sam || Bliss Broyard || Günter Grass || Christoph Peters || Franz Binder, Karl-Heinz Ott, FranzpeterMessmer,Dorothea Schröder, Christopher Hogwood || Ulrike Draesner Bildbände von Hans-Georg Esch || Sabine Schwarz, Palmer Projekt,Alexander Rübsam || Corey Keller u.a. (Hg.)

DIE BEISEITE
Sibylle Berg Dieses Land umschließt dich wie eine Duschhaube
Weil die Menschen in der Schweiz durch schiere Langeweile zu Tode gebracht werden, hören Punks und Glatzen dort Bands wie «Macht und Ehre» – und lesen Martin Mosebach

DAS TIER UND WIR
Hilal Sezgin Die Kuh, deine Freundin und Helferin
FlorianWerner entdeckt die Kuh in der Geschichte, David FosterWallace den Hummer im Kochtopf.Und Reinhard Brandt fragt, ob Tiere denken

KURZ & BÜNDIG
Bücher von Viktor Jerofejew || Stefan Beuse || Alexandre Adler || Viola Roggenkamp || Fareed Zakaria || Annie Proulx || Kate Berridge
Bildbände von Hilar Stadler, Martino Stierli u.a. (Hg.) || Frida Kahlo

DAS MAGAZIN
Mitten aus Bukarest || Kalender || Leserbriefe || Was liest Jan Faktor? || Hörbücher || Literatur im Kino || Netzkarte || Jetzt als Taschenbuch

IMPRESSUM

VORSCHAU, P. S., REGISTER
Editorial
Editorial 04/09 Von der Krise, liebe Leserin, lieber Leser,

reden alle. Wir reden vom Erfolg. Auch damit begeben wir uns mitten ins Marktgeschehen – wir betrachten es aber aus einer anderen Perspektive. Die Sehnsucht nach Erfolgen ist in Zeiten der Rezession noch drängender als in Zeiten des Überflusses, und ob der Buchmarkt tatsächlich weniger krisenanfällig ist als die Automobilindustrie,muss sich erst noch erweisen.Vielleicht haben ja auch die Verlags-Giganten auf die falschen Modelle mit zu großem Hubraum gesetzt und müssen dafür irgendwann büßen; die Vorzeichen in den USA sprechen dafür.
LITERATUREN setzt die Zeichen anders und geht den unterschiedlichsten Wegen zum Erfolg nach. Im Schwerpunkt (ab Seite 4) finden Sie die Auflagenkönige und Bestsellerqueens vor allem im großformatigen Bild. Faszinierender als die Big Names nämlich erscheinen diejenigen Autoren und Bücher, die es jenseits aller Regeln und schlichten Rezepte auf die Bestsellerlisten geschafft haben.Auch hier allerdings zeigt sich, dass der Erfolg gern die bereits Erfolgreichen trifft, wie das Beispiel des «Überfliegers» Malcolm Gladwell beweist (Seite 36).Dabei ist Erfolg weit mehr als nur ein Resultat kapitalistischer Produktionsweise. So lehrt etwa die Biografie von Georg Friedrich Händel (Seite 74), dass dieMechanismen des Populärruhms im 18. Jahrhundert nicht viel anders funktionierten als heute: Auch damals galt derjenige als erfolgreich, der den Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit und Geld für sich entscheiden konnte.
Doch Erfolg ist nicht alles.Wie ein Kontrapunkt zu Glück und Ruhm zieht sich ein zweites Thema durchs Heft: Krankheit und die Konfrontation mit dem Tod.Die Australierin Helen Garner hat darüber einen eindrucksvollen Roman geschrieben (Seite 51).Und für die Schriftstellerin Kathrin Schmidt war das Überleben nach einem Hirnschlag und die Rückkehr aus der Sprachlosigkeit ins Schreiben viel mehr als nur ein Erfolg: einWunder (Seite 54).Angesichts dessen relativiert sich die Jagd nach dem Bestseller wie von selbst.

Eine erfolgreiche Lektüre wünscht
Ihre LITERATUREN-Redaktion
Die Beiseite
Die Beiseite Dieses Land umschließt dich wie eine Duschhaube

In der Schweiz werden die Menschen durch schiere Langeweile zu Tode gebracht. Das geht auch den Schweizer Punks und Glatzen nicht anders: Sie hören Bands wie «Macht und Ehre» und lesen Martin Mosebach.

VON SIBYLLE BERG

«Schneller und härter geht immer» stand auf einem schwarzen Umhang, den ein junger Mann getragen hatte, zusammen mit einem Ninja-Schwert in der Tram. Okay, Ninja-Schwerter sind ein wenig overposing, aber der Spruch war gut, der war ihm direkt in den Magen gelangt. Richtig, hatte er gedacht, das ist es, hatte er gedacht, es muss irgendwie schneller und härter werden. Er wohnte extrem weich bei seinen Eltern, im Keller, da wollte er hin, weil da waren wenigstens Gitterstäbe vor dem Fenster. Der Ort war das Grauen, ein Vorort, eine Kneipe, ein Bahnhof mit Automaten, Metzger, Migros, zwanzig Minuten in die Stadt, und da war es auch nicht besser. Obwohl ihm die Vergleichsmöglichkeiten fehlten, war er sich sicher: Die Schweiz war die Hölle. Hier wurden die Menschen nicht auf schnellem Feuer gegart, sondern sehr langsam durch Langeweile zum Sterben gebracht, was aber nicht erfolgte, das Sterben, da war die Hölle vor.
Er hatte alles gehabt. Mit Bier auf der Bank neben dem Bahnhof gesessen, mit anderen, sich gelangweilt, die Züge betrachtet, die stündlich alte uninteressante Menschen ausluden, er hatte sich als Punk versucht, jedoch nicht den Mumm gehabt, sich eine Sicherheitsnadel durch die Backe zu ziehen, und hatte dann ohne auf der Bank neben dem Bahnhof gesessen und sich gelangweilt. Es hatte nicht geholfen, dass er die «Zehn Gesetze, ein Punk zu werden» befolgt hatte. Das zehnte hieß: «Avoid going from preppy to punk in one step. It’s best if you ease into being punk or you may appear like a poser. Not all punks hate the government but rebellion is key.» Das war so weit okay, aber keiner in seinem Ort störte sich an den sieben Punks am Bahnhof, selbst seine Eltern sagten nur: «Ach, gibt’s Punk immer noch, das war schon out, als wir jung waren.» Punk war definitiv nichts, was die Schweiz zu einem schnelleren Ort machen würde. Dass er sich als nächstes eine Glatze rasierte, war für ihn eine logische Entwicklung. Irgendwer hatte damit angefangen. Er hatte es nachgemacht, und es hatte auch nicht viel geändert, außer dass sich bei den Greisen, die die Züge verließen, ein gehetzter Blick einstellte, wenn sie ihn und seine Kameraden sahen, die auf der Bank saßen, sich langweilten und Musik hörten von Bands die «Brigada NS» hießen oder «Gestapo- SS», «Macht und Ehre» und «Landser». Seine Eltern waren nicht amüsiert. Das war so weit in Ordnung.
Nach der Schule hatte er keine Ahnung und fing an, in einer Garage zu arbeiten, im Nachbarort. Es war ihm egal. Gleichgültig, was er machte, dieses Land umschloss ihn wie eine Duschhaube. In Gelb. Bereits im Bus am Morgen wünschte er sich Flammenwerfer. Diese verkniffen lächelnden selbstgerechten Gesichter, ehrliche Schweizer Gesichter, Leute, die meinten, sie hätten die Weisheit für sich gepachtet. Einfach,weil ihnen seit Ewigkeiten nichts Schlimmes passiert war, fühlten sie sich überlegen, glaubten, ihre dämlichen Gesetze, die Demokratie, die Müllpolizei, all dieser dröge Mist hätte sie zu einem auserwählten Volk gemacht. Er stimmte nicht mit der Meinung seiner Kumpel überein, dass die Ausländer schuld an allem waren. Es waren die verdammten Schweizer, eine Rasse, der anzugehören er verachtete. Die Schweizer waren das wirklich Böse. Das politisch korrekte, herzlose Böse. Martin Mosebachs «Häresie der Formlosigkeit» las er wieder und wieder, das Vokabular des Krieges («Feind»,«Kämpfe », «Zerstörung») in Zusammenhang mit Gott,wer immer das sein mochte, faszinierte ihn.Kämpfen wollte auch er, das war wichtig, und wenn sich nichts anderes fand, dann eben für die Wiedereinführung des lateinischen Messe-Ritus in der Kirche. Er grölte mit seinen Kumpels beim Bier das Rudolf-Hess-Lied, keiner wusste, wer das eigentlich war, aber egal, Rudolf war die Antwort, und die Frage war vielleicht – wie retten wir unsere Werte? Er hasste die Werte, die er sah, die Frauen mit ihren Kurzhaarfrisuren und ihrem Bio-Gemüse im Körbchen, die Überbauungen mit ihrer pseudomodernen toten Ödheit, die Männer mit ihren Magenfalten und den gepflegten Fingernägeln, und für alles hatten sie irgendwie Verständnis. Selbst die Kameraden, mit denen er versucht hatte,Angst und Schrecken zu verbreiten, spuckten ihre Kirschkerne in Abfallkübel. Die Nazimusik, die sie hörten, war so was wie Schweizer Volksmusik, die versuchte, hart zu sein.
Er hatte irgendwann, als er in seinem vergitterten Keller saß, Gabba entdeckt. DJ Skinhead. Damit hatte es begonnen.Das war so schnell, dass ihm keiner mehr folgen konnte. Er hatte begonnen zu tanzen und Gabba zu hören, ganz allein, mit den Tieren, die in seinem Kopf zu Hause waren. Er hörte Gabba heimlich und unentwegt. Hörte «Speedtown terror», «Speedcore Master» und ertrug die Schweiz zum ersten Mal, seit er sein Gehirn verwendete. Er war nicht mehr allein auf diesem verschissen langsamen Planeten, mit der Musik in sich, die war wie er. Schneller und härter geht immer.Und er träumte von dem Tag, an dem er die Schweiz auflösen würde, in unglaublichem Tempo wie in einem Wasserglas würde er all das betonierte Grauen um sich herum pulverisieren und in einem Schluck trinken, und sich übergeben im Anschluss.
Mitten aus...
Bukarest

VON JAN KONEFFKE


Vielleicht hätte es mich gar nicht überrascht, wenn ich nicht erst gestern, nach vielen Monaten Abwesenheit, wieder nach Bukarest gekommen wäre: Auf dem Ödland hinter den Ministerien (Wohnungsbau, Finanzen und Justiz), die ihrerseits dem Ceaucescu-Palast gegenüberliegen, zieht eine alte Frau ihre Strumpfhosen herunter und geht in die Hocke. An einem Werktag wie diesem parken hier annähernd zweihundert Autos, es herrscht ein einziges Kommen und Gehen. Die struppig bewachsene Freifläche ist der traurige Zeuge des früheren Stadtviertels,das den Betonbauten weichen musste. Niemand beachtet die Alte,die an diesem eisigen Morgen, zwischen noch kahlen Bäumen, ihr Geschäft erledigt. Ich wende mich schleunigst ab, als sie mir dabei den blanken Hintern zukehrt.
Aber nicht das Verhalten der Alten erstaunt mich.Auch nicht ihre Armut, die sich an der schlechten Kleidung zeigt – und an ihrer Schamlosigkeit. Diese Frau ist nicht einfach die Pensionistin, die von ihrer Rente nicht leben kann, wie sie auch in westeuropäischen Ländern zu finden ist. Sie gehört nicht nur zur quantité negligeable der berühmten Verlierer des Fortschritts. Sie lebt auf der Rückseite einer Gesellschaft, die sich der Modernisierung verschrieben hat, aber ihre Diversität nicht verleugnen kann.
Die Diversität Rumäniens besteht nicht in «irgendwelchen Lämmchen der rumänischen Folklore oder orthodoxen Rosenkränzen » (Mircea Cartarescu).Auch nicht in der Wanderviehwirtschaft der Hirten, die ihre Schafe im Sommer auf die gebirgigen Weiden treiben und im Winter ins wärmere Flachland. Nicht aus den Panflöten eines Gheorghe Zamfir oder der mysteriösen Verbindung von rumänischer Seele und Landschaft im «mioritischen Raum»,wie ihn der Kulturphilosoph Lucian Blaga beschrieb. Nicht aus den geschnitzten Hoftoren des Maramuresch und nicht aus der «Klosterserie» der Bukowina. Nicht aus der Ethnie der Romund ihren anachronistischen Pferdekarren, die den Verkehr auf der Straße behindern.Und ganz bestimmt nicht aus Dracula.
Dieses andere Rumänien findet man unübersehbar auf dem Weg durch die Provinzen, in den nach Regenfällen schlammigen Dörfern des Nordens und Ostens und zwischen den staubigen Feldern des Südens, in den herben Gesichtern von Menschen, die einander bis in die letzte Falte ähneln, schreibt der Essayist Traian Ungureanu in seinem Buch «Wohin führt die rumänische Geschichte»: «Vergessene Bauern in Adidas-Schuhen ohne Schnürsenkel, zwischen Kneipen herumspielende Kinder, Frauen, bereits von Geburt an alt und auch durch die schlechte Ernährung, Pensionisten, heraus gefallen aus einer abgeschafften Zeit, Arbeiter, gekreuzigt vom Alkohol und unendlich gelangweilt in den industriellen Zentren des Sozialismus. Überrascht von den Zeiten im Umbruch und zwischen zwei Lebensaltern, nicht mehr jung, aber auch noch nicht wirklich alt, haben diese Menschen in einem Moment alle vergangenen Illusionen verloren – und alle zukünftigen Chancen. Sie sind ein historisches Riff in einem jüngeren Ozean. Eine Anomalie, ein Atavismus und eine unerträgliche Erfahrung, deren Existenz eine Zeit voraussetzt, die abgelaufen ist.» Dem entschiedenen Antikommunisten und Rechtsintellektuellen Ungureanu – linke Intellektuelle würde man in Rumänien vergeblich suchen – geht es nicht in erster Linie um die soziale Frage, wenn er schreibt: «Die wahre rumänische Diversität, solide, stabil, problematisch und tragisch, diese Differenz, die nicht simuliert und geplant ist, haben wir alle vor Augen: Im abweichenden Geheimnis einer Gesellschaft, die Seite an Seite mit ihren früheren Bewohnern lebt.» Es geht Ungureanu um zwei verschiedene Zeiten in ein und derselben Zeit. Dass der EU-Beitritt «den Besuchen dieser Außerirdischen» ein Ende machen würde, dass man «die Verirrten der Geschichte nach Hause schicken wird oder in den Urlaub, so wie man in Rumänien im Allgemeinen die Probleme zu lösen pflegt, ist eine keineswegs unschuldige Illusion».
Rumäniens Modernisierung erfolgt sowohl zu früh als auch zu spät.Mircea Dinescu, der seit einiger Zeit in Port Cetate an der Donau lebt, berichtete vor einer Weile, dass in seinem Landstrich Oltenien von Jahr zu Jahr mehr Esel gehalten werden. Die Zunahme der Last- und Arbeitstiere ist aber nicht nur ein Beleg für die wachsende Armut, sondern auch für eine Rückwendung in der Zeit. Für die «Verirrten der Geschichte» in den rumänischen Provinzen, «die abgelaufene Masse Mensch» in den anonymen Mahalas der Städte, nicht zuletzt für die alte Frau auf dem Ödland hinter den Ministerien, die jetzt ihre Strumpfhose hochzieht und weitergeht, kommt die Modernisierung zu spät.
Doch jetzt sehe ich wieder den Mann im hellblauen Trainingsanzug und mit Täschchen im Arm, der hinter dem Wohnungsbauministerium – das auch «Ministerium für die Entwicklung » heißt – eine Kette von Poller zu Poller gespannt hat, um seinen Privatparkplatz abzugrenzen. Schwer zu sagen, ob er einen mächtigen Fürsprecher hat oder einfach nur unverschämt ist.Während die Ministeriumsmitarbeiter jeden Morgen um Parkplätze kämpfen, hat er genug Stellfläche für seine Wagen, von denen er immerhin drei besitzt. Er ist die Karikatur des Oligarchen oder Politikers, der die Erträge der Modernisierung ausschließlich für sich allein beansprucht. Für diese Klasse ohne Moral und Maß kommt die Modernisierung eindeutig zu früh.

Der Schriftsteller JAN KONEFFKE lebt in Wien und Bukarest. Zuletzt erschien sein Roman «Eine nie vergessene Geschichte»
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